5 Wege, um Verpackungsabfall zu reduzieren und dabei Geld zu sparen

12.06.2019 10:54

Recycling im Onlinehandel

Um im eCommerce eine funktionale und kosteneffektive Versandmethode zu finden, ist viel Planungsarbeit erforderlich. Wer sich keine Gedanken macht, der lässt wertvolle Chancen verstreichen und riskiert Verluste für sein Geschäft. Eine Verpackungsstrategie ist der Plan dafür, wie Sie Ihre Produkte korrekt verpacken können, ohne sich dabei in Unkosten zu stürzen. Eine starke Verpackungsstrategie kann Ihnen dabei helfen, Ihre Verpackungsmittel soweit zu reduzieren, dass diese auf das absolut Notwendige beschränkt werden. Im Folgenden haben wir für Sie 5 Wege zusammengetragen, mit denen Sie Verpackungsabfall reduzieren können, um dabei Ihre Kosten zu senken und der Umwelt zu helfen.

Nachhaltigkeit als Verkaufsfaktor

Der Onlinehandel ist einer der am größten wachsenden Märkte. Was für den Konsumenten praktisch ist, stellt für die Umwelt jedoch schnell eine große Belastung dar. Es kommt zu Retouren, massenhaft Lieferfahrzeugen und nicht zuletzt auch Verpackungsmüll. Für immer mehr Verbraucher rücken Themen wie Nachhaltigkeit jedoch verstärkt in den Fokus. Das Konsumverhalten wird angepasst und Umweltschutz wird ein zukunftsfähiger Trend, auch in der Wirtschaft. Händler sind gezwungen, auf diese Nachfrage zu reagieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Umweltschutz bedeutet dabei vor allem Imagepflege. Es ist kein Geheimnis, dass Kunden gern bei dem Händler kaufen, der Ihnen ein gutes Gefühl gibt. Nachhaltigkeit und Umweltschutz nehmen dem Kaufverhalten seinen oft faden Beigeschmack und geben dem Käufer das Gefühl, mit seinem Einkauf etwas Gutes zu tun. Dabei ist es jedem Händler selbst überlassen, ob und wie diese grünen Trendthemen aufgegriffen werden. Viele Onlineshops und gerade Startups stellen kreative Umsetzungen unter Beweis und zeigen auf ganz neuartige Weise ihre grüne Seite. Dabei funktioniert der Umweltschutz als Marketinginstrument und kann Interessenten in Käufer verwandeln. Das Einsparen von Verpackungsmaterialien ist ein beliebter und wirksamer Aspekt für mehr Nachhaltigkeit im Verkauf.

Seien Sie recycelbar

Von unserer ersten Möglichkeit, profitieren alle: Sie, Ihre Kunden und die Umwelt. Wie Sie an unserem Sortiment erkennen können, bestehen die meisten Verpackungsmittel aus Papier. Dazu zählen zum Beispiel Kartons, Versandtaschen und Briefumschläge. Recycling – kein Problem! Sowohl Ihnen als auch Ihren Kunden stehen Papiercontainer und Mülltonnen zur Verfügung, um Papier korrekt zu entsorgen. Nicht alle Verpackungsmittel bieten diese Vorzüge. Sie als Händler sollten darauf achten, gegebenenfalls eine nachhaltigere Alternative zu finden, um Ihr Image zu fördern. Können Sie auf Kunststoffverpackungen wie Luftpolsterfolie oder Außenverpackungen nicht verzichten, verwenden Sie stattdessen Produkte, die von Ihren Kunden problemlos recycelt werden können. Außerdem sollten Sie solche Verpackungsmaterialien, deren ökologischer Fußabdruck weniger ideal ist, nicht inflationär einsetzen. Nicht jedes Produkt muss von Ihnen wasserdicht verpackt werden und unempfindliche Artikel benötigen keine aufwendige Polsterung mit Luftpolsterfolie. Sparen Sie Kunststoff, wann immer Sie können und setzen Sie dafür auf ebenso hochwertige Papier-Lösungen. Jeder Schritt in die richtige Richtung wird von Ihren Kunden wertgeschätzt.

Reduzieren Sie die Frustration

Frustrationsfreie Verpackung ist ein neuer Trend im Versandhandel. Viele Konsumenten kennen solche Pakete, die beim Öffnen nahezu überquellen und nach dem Auspacken ein großes Chaos hinterlassen. Das ist nicht nur beim Empfang frustrierend, sondern auch beim Verpacken innerhalb des Betriebs. Frustrationsfreie Verpackungen sind eine tolle Verpackungslösung, die nicht nur kostengünstig, sondern auch nachhaltig sind. Sie sollte sich in Ihrem Betrieb schnell verpacken und später problemlos vom Kunden öffnen lassen.

Ziel dieser Verpackungen ist es, zu 100% recycelbare Materialien einzusetzen, damit diese am Ende ganz einfach entsorgt werden können. Auch das senkt die Frustrationsrate beim Empfänger, denn dieser kann die einzelnen Bestandteile nach dem Auspacken dem Hausmüll übergeben und darauf verzichten, besondere Entsorgungsstellen oder Wertstoffhöfe anfahren zu müssen. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Karton oder die Versandtasche sich einfach verschließen und anschließend wieder öffnen lassen. Selbstklebende Kartons mit vorperforierter Lasche zum Öffnen sind hier besonders nutzerfreundlich. Aber auch Paketband, das strategisch und sparsam aufgetragen wurde, erfüllt diese Aufgabe. Beachten Sie hier außerdem, dass einige Kunden Ihre Ware retournieren. Dafür wäre es hinderlich, wenn die Versandverpackung beim Öffnen irreparable Schäden nimmt. Viele Verpackungen bieten dafür bereits zusätzliche Klebestreifen an, die dem Kunden problemlos ein erneutes Verschließen erlauben, ohne dass dafür Paketklebeband oder gar ein neuer Karton benötigt wird. Auch dadurch lassen sich zusätzliche Verpackungsmittel einsparen und Ihre Kunden werden es Ihnen danken.

Bedienen Sie sich aus dem eCommerce

Viele Taktiken aus dem Onlinehandel sind bereits darauf ausgelegt, Verpackungsmittel einzusparen, um dadurch das Budget zu reduzieren. Indem Produkte jeder Größe und Beschaffenheit online zum Verkauf angeboten wurden, bedurfte es einzigartiger Verpackungslösungen. Für Händler ist ein sparsamer Umgang mit Versandkartons ein Muss. Das hängt vor allem mit Versandkosten zusammen. Nicht nur das Gewicht eines Kartons, sondern auch dessen Dimension können schnell für horrende Kosten sorgen. Auf einen kleineren Karton umzusteigen oder zu bestimmten Gelegenheiten Versandtaschen zu sorgen hat hier schon vielen geholfen, die Produkte sicher zu schützen und die Kosten zu senken. Sie sollten sich hier an Vorbildern orientieren und bewährte Methoden für Ihren eigenen Betrieb übernehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie selbst regelmäßig Empfänger von verschiedenen Artikeln aus dem Onlinehandel sind, ist sehr hoch. Bleiben Sie beim Auspacken zukünftiger Sendungen besonders aufmerksam. Sie können nicht nur von guten Lösungen, sondern auch aus Fehlern vieles lernen. Überprüfen Sie aus Empfängersicht, welche Handgriffe einen Mehrwert bieten, oder wo Optimierungsbedarf besteht. Ihre Erkenntnisse können Sie im Anschluss auf den eigenen Betrieb anwenden.

Für einen günstigeren Versand sind Einheitsgrößen bei den Verpackungen nicht immer eine gute Wahl. Wenn Sie in Ihrem Shop über mehr als nur eine Produktgröße verfügen, sollten Sie beim Verpacken auch mehr als nur eine Verpackungsgröße einsetzen. Dies spart neben Materialeinsatz gleichzeitig unnötiges Füllmaterial, da keine zusätzlichen Hohlräume ausgepolstert werden müssen.

Nutzen Sie Packstationen

Haben Sie in Ihrem Lager Packstationen eingerichtet? Packstationen stellen eine Möglichkeit dar, alle Verpackungsmittel sinnvoll und zentral an einer Stelle zu lagern und zu organisieren, sodass Sie und Ihre Mitarbeiter jederzeit Zugriff darauf haben. Je nachdem, wie Sie die Stationen eingerichtet haben, können Sie schon hier die Grundlage dafür legen, Verpackungsabfall zu minimieren und beim Packen der Pakete Zeit zu sparen.

Eine gute Ausstattung spart immer Zeit. Beim Verpacken gibt es dafür viele Arbeitsschritte, die eine Automatisierung zulassen. Hier gibt es zum Beispiel Handabroller für Paketband. Damit haben Sie eine bessere Kontrolle darüber, wie viel Klebeband sie nutzen und haben dieses direkt einsatzbereit, ohne jedes Mal den Anfang der Rolle suchen zu müssen. Gerade, wenn Sie individualisiertes Klebeband mit einem Logoaufdruck oder einer Aufschrift nutzen, wird außerdem der Wunsch nach einem geraden Abschluss groß. Mit einem Abroller können Sie das Paketband sauber auftragen und damit den Druck besser zur Geltung bringen. Stellen Sie Ihren Mitarbeitern an den Packstationen verschiedene Verpackungsmittel wie Kartons von unterschiedlicher Dimension sowie Versandtaschen zur Verfügung, legen Sie damit auch die Basis dafür, dass sparsame Entscheidungen getroffen werden können. Wann immer es möglich ist, können Ihre Mitarbeiter die Verpackungsgröße reduzieren und dadurch den Materialaufwand minimieren.

Unterschätzen Sie jedoch nicht den Aufwand, den der Aufbau von Packstationen nach sich ziehen kann. Sie müssen nicht nur die Stationen installieren und ausstatten, sondern auch Ihre Mitarbeiter auf die bevorstehende Arbeit vorbereiten. Geschultes Personal ist am neuen Arbeitsplatz unerlässlich. Nur mit einem guten Training wird dieses sich am neuen Arbeitsplatz zurechtfinden und für Sie tatsächlich sparsam arbeiten. Strukturierte Schulungen machen sich auf lange Sicht bezahlt, denn mit ihnen lässt sich die Einarbeitungsphase reduzieren. Kompetente Mitarbeiter haben eine deutlich geringere Fehlerquote und verspüren weniger Stress bei der Arbeit.

Versenden Sie nur komplette Bestellungen

In Zeiten von Amazon und Co. erwarten Konsumenten eine schnelle Lieferung. Onlinehändler sind gezwungen, eine ebenso zeitige Auslieferung anzubieten, um hier konkurrenzfähig zu bleiben. Das kann jedoch im Betrieb zu Problemen führen, gerade wenn hier unterschiedliche Ansprüche miteinander konkurrieren. Hat ein Kunde eine größere Bestellung aufgegeben, von denen nicht direkt alles lieferbar ist, steht der Händler vor einem Problem. Soll er die Bestellung direkt, dafür aber in mehreren Teillieferungen versenden oder auf Kosten der Lieferzeit so lange warten, bis er alle Artikel in einer Lieferung versenden kann? Es ist nicht schwierig, hier die nachhaltigere Methode zu entdecken. Eine einzelne Lieferung pro Kunden reduziert den Materialaufwand um wenigstens 50%. Auch die Kosten können damit gering gehalten werden.

Wenn Ihnen die Vorstellung, Kunden mit längeren Lieferzeiten zu konfrontieren, zu radikal erscheint, können Sie stattdessen auf interne Veränderungen setzen. Sie können dem Versandprozess zum Beispiel einen kleinen Boost geben, indem Sie Ihr Lager sorgfältiger führen, sodass die bestellten Produkte immer vorrätig haben. Sie können auch Ihre Prozesse optimieren. Dadurch können Sie hier und da wertvolle Minuten einsparen, die sich ebenfalls positiv auf die Versandgeschwindigkeit auswirken werden. Mit all diesen Methoden können Sie Verpackungsmüll reduzieren und gesamtheitlich als nachhaltigere Marke auftreten. Das Risiko kann sich also trotz allem wirklich auszahlen.

Fazit

Eine gute Verpackungsstrategie ist ein essentieller Bestandteil eines jeden Onlinebusiness. Wir sind der Meinung, die von uns vorgestellten Möglichkeiten und Methoden können Sie dabei unterstützen, Ihre eigene Strategie zu finden. Indem Sie immer neue Mittel und Wege finden, Verpackungsmüll zu reduzieren, erarbeiten Sie sich damit nicht nur einen Geschäftsvorteil. Sie sorgen gleichzeitig für eine erhöhte Kundenzufriedenheit und tragen durch mehr Nachhaltigkeit zum Schutz der Umwelt bei.

Sie haben noch Fragen zum Thema oder zu unserem Produktsortiment? Nutzen Sie in dem Fall einfach unsere Kontaktmöglichkeiten und wir helfen Ihnen weiter.

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