6 Ideen für Verpackungslösungen im eCommerce

24.07.2019 09:26

Verpackungen im eCommerce

Die Wiege der eCommerce-Branche, auch Onlinehandel oder Elektronischer Handel genannt, liegt in den 1980er Jahren. Wirklich durchsetzen konnte sich dieser völlig neue Verkaufsweg allerdings erst Mitte der 90er. Seither ist der eCommerce allerdings kaum noch aufzuhalten. Während früher eine Kaufabwicklung von Angesicht zu Angesicht oder wenigstens über die Bestellung per Telefon geschehen musste, passiert die Datenübertragung und damit auch die Geschäftsbeziehung heute automatisiert und rein digital. Die Folgen für den Verbraucher waren enorm. Anstatt auf das lokale Angebot beschränkt zu sein, öffnet sich sozusagen die Welt und es kann dort gekauft werden, wo die eigenen Präferenzen liegen. Für Händler bedeutet das zwangsweise eine erhöhte Konkurrenz. Um standzuhalten und diese gänzlich neue Wirtschaftsform für sich nutzbar zu machen, müssen Änderungen her. Es muss auf die ständig im Wandel befindliche Art und Weise reagiert werden, in der Kunden einkaufen. Der Onlinehandel unterscheidet sich auch heute noch deutlich vom stationären Handel.

Unterschiede zur regulären Wirtschaft

Jeder kennt das Einkaufserlebnis in einem Einzelhandelsgeschäft. In jedem noch so kleinen Laden herrscht eine besondere Atmosphäre. Die Produkte werden nicht einfach in endlosen Scroll-Down-Listen aneinandergereiht oder können vom Kunden ganz nach Bedarf gefiltert werden. Stattdessen stehen die einzelnen Artikel in Regalen oder auf Präsentiertischen. Optische Reize sind entscheidend dafür, wie gut sich die Ware verkauft. Dafür sollten Kunden auf sinnlicher Ebene angesprochen werden und idealerweise wird dabei mehr als nur der optische Sinn gereizt. Wer online einkauft, für den ist die Erfahrung meist rein zweidimensional. Die meisten Sinne werden dadurch von vornherein ausgeschlossen. Kunden können ein Produkt weder anfassen, noch testen bevor es zur Kaufentscheidung kommt. Auch spielen Verpackungen erst einmal nur eine minimale Rolle, zumindest solange es um die reine Produktauswahl geht. Es gibt dennoch einige ausgeklügelte Techniken, um mit seinen Verpackungen ein echtes Statement zu setzen und den Kunden damit von einem Kauf zu überzeugen. Kreativ gestaltete Verpackungen sollten in diesem Fall auch immer neben den Produkten zur Schau gestellt werden, um nicht übersehen zu werden.

Die Bedeutung von Verpackungen im eCommerce

Während Produktverpackungen im eCommerce nicht immer die wichtigste Rolle spielen, sieht es bei einer anderen Verpackungsart doch ganz anders aus. Beim Onlinehandel ist der Verkaufsprozess mit der digitalen Auswahl einer Ware immerhin noch lange nicht vorbei. Im Anschluss gilt es, die gekauften Produkte zum Kunden zu bringen. Oft trennt eine zum Teil anspruchsvolle Fahrt Lager und Empfänger. Gleichzeitig liegt die Retourenrate je nach Branche bei etwa 30%. In dem Fall müssen Produkte gleich zwei Touren unbeschadet überstehen, um für den Händler im Anschluss noch brauchbar zu sein. Es gilt also, das Produkt mithilfe von Verpackungen vor Beschädigung zu bewahren.

Eine gute Verpackungslösung im eCommerce muss gleich verschiedene Eigenschaften aufweisen:

  • Die Verpackung muss die Retouren senken, indem sie Versandschäden vorbeugt oder diese gänzlich verhindert.
  • Die Verpackung muss Versandkosten reduzieren, indem kleinere und leichtere Verpackungsmittel zum Einsatz kommen.
  • Die Verpackung muss einen Wiedererkennungswert haben und somit die Markenwahrnehmung stärken.
  • Die Verpackung muss für den Kunden befriedigend sein und diesem eine angenehme Erfahrung beim Auspacken bescheren.

Um für all diese Probleme im eCommerce eine passende Lösung zu finden, haben sich vor allem zwei Typen von Verpackungen etabliert, die heutzutage zum Einsatz kommen.

Nutzverpackungen und Markenverpackungen

Hinter dem Ausdruck Nutzverpackungen verbirgt sich genau, was man vermuten würde: Eine Verpackung, die primär für ihren Nutzen gestaltet wurde. Dazu zählen all die schnörkellosen und einfachen Verpackungen, vom klassisch braunen Karton bis zum weißen Briefumschlag. Wichtig ist hier die Funktion. Die Verpackung wird so gewählt, dass der Inhalt auf dem Versandweg vor äußeren Einflüssen geschützt wird.

Markenverpackungen setzen den Fokus anderswo. Haben Sie schon einmal eine Versandverpackung gesehen, bei der Sie schon von weitem wussten, zu welchem Unternehmen dies gehört? Markenverpackungen setzen auf farbenfrohe Designs, Logos, große Label und Textinhalte.

In dem Sie sich diese beiden Archetypen in der Verpackungsbranche anschauen, werden Sie schnell wertvolle Erkenntnisse aus ihnen ziehen können. Indem Sie bisher ungenutzte Potentiale erkennen und ausnutzen, haben Sie nicht nur Ihre Verpackungen auf ein neues Level, sondern können gleichzeitig Herstellungs- und Versandkosten senken. Wir möchten Ihnen bei diesem Vorhaben gern unter die Arme greifen und haben dafür einige erfolgreiche Verpackungsstrategien im Folgenden für Sie zusammengetragen.

6 effektive Verpackungslösungen für den Versandhandel

Mehr ist nicht immer besser, gerade wenn es um Verpackungen geht. Gute Verpackungshersteller leben nach der Devise: Weniger ist mehr. Das spart nicht nur Materialkosten, sondern unterstützt Händler dabei, den Versand möglichst günstig vollziehen zu können. Im Folgenden haben wir aus diesem Grund  besonders effiziente Methoden zusammengefasst, mit deren Hilfe Sie Ihren Produkten die ideale Verpackung liefern.

1: Wählen Sie eine Verpackung, die zum Produkt passt

Sowohl die eigentliche Produktverpackung als auch die Versandverpackung sollten nicht einfach in beliebiger Größe gewählt werden. Eine zu eng gewählte Verpackung kann das Produkt einquetschen oder für unnötige Reibung sorgen, was schließlich zu ungewollter Beschädigung führt. Wird eine zu große Verpackung gewählt, ist das Risiko für Produktschäden ebenfalls sehr hoch, gerade wenn nicht ausreichend Füllmaterial zum Einsatz kommt. In jedem Fall entsteht hier allerdings ein hoher Materialaufwand. Große Hohlräume müssen durch Verpackungschips oder Schrenzpapier wettgemacht werden und auch der Karton oder die Versandtasche selbst verfügen über mehr Grundmaterial. Das daraus resultierende höhere Gewicht lässt die Versandkosten schnell in ungeahnte Höhen steigen. Es sollte daher Ihr Ziel sein, Verpackungen zu wählen, die möglichst genau zum Produkt passen. Das senkt das Gewicht, ohne für Ihre Ware zum Risiko zu werden. Viele Verpackungselemente, die im stationären Handel noch wichtig gewesen wären, können im eCommerce leicht entfallen. Ihre Produkte werden nicht länger in Regalen aufgehängt und brauchen daher keine Aufhängung mehr. Reduzieren Sie die Größe der Produktverpackung und trennen Sie sich von all jenen Verpackungselementen, die keinen tatsächlichen Mehrwert bieten. Durch die kleiner gewählten Verpackungen sparen Sie dann Materialkosten und gleichzeitig Versandkosten, da Ihre Pakete nun kleiner und leichter sind.

2: Ersetzen Sie unbewegliche Verpackungen durch flexible Varianten

Der Karton ist ein echter Standard im Versandhandel und verfügt über viele Vorteile. Dabei ist er allerdings nicht für jedes Produkt die beste Wahl, wenn es um Verpackungsmittel geht. Verpackungen ohne die nötige Flexibilität, können im Versand sogar ein Risiko bedeuten. Flüssige Produkte sollten Sie daher lieber nicht in schweren Flaschen aus Hartplastik versenden. Setzen Sie stattdessen lieber auf Beutel, die die Bewegungen auf dem Versandweg mitmachen und nicht so leicht Schäden davontragen. Die schwere Plastikflasche würde außerdem nur unnötiges Gewicht hinzufügen, für das Sie als Händler zahlen müssten. Der Schraubverschluss verlängert das Produkt unnötig und sorgt dafür, dass Sie eine größere Umverpackung wählen müssen. Flexible Verpackungen hingegen passen sich optimal der jeweiligen Produktmenge an und beanspruchen nicht unnötig Raum.

Wann immer Sie kleinere Artikel versenden, sollten Sie über den Versand mittels Versandtasche nachdenken und den Karton erst einmal außen vor lassen. Auch von Kundenseite wird immer wieder der Wunsch laut, dass Unternehmen weniger Verpackungsmittel einsetzen sollen, damit eine geringere Menge an Verpackungsmüll entsteht. Mehr als ein Drittel aller Konsumenten sucht bereits aktiv nach nachhaltigen Verpackungslösungen. Dieses Interesse sollten Sie nicht vernachlässigen und als Marke deshalb möglichst verantwortungsvoll auftreten. Diejenigen Unternehmen, die sich interessiert zeigen und in umweltfreundliche Materialien und die Reduktion von Abfall investieren, können sich damit in vielen Fällen einen Platz auf dem Markt sichern und sich vor Ihrer Konkurrenz durchsetzen.

Mithilfe von flexiblen Verpackungen können Sie die Größe, das Gewicht und den Abfall reduzieren und so die Verpackungs- und Versandkosten auf ein Minimum reduzieren.

3: Nutzen Sie umweltfreundliche und nachhaltige Füllmaterialien

Verpackungschips aus Styropor sind sicherlich sehr nützlich und können in Ihren Verpackungen für den gewünschten Puffer sorgen, um Produkte vor Stürzen oder Stößen zu schützen und so das Risiko von Versandschäden zu reduzieren. Gleichzeitig stellen sie jedoch ein großes Umweltproblem dar, denn die Entsorgung bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Konsumenten wünschen sich daher eine umweltfreundliche und sichere Alternative.

Verpackungen und Verpackungsmittel sind in den meisten Fällen waschechte Wegwerf-Produkte. Sind Sie erst einmal beim Kunden angekommen und haben dabei ihren Zweck erfüllt, werden Sie zum Abfall. Um als Unternehmen Ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, sollten Sie einen Blick auf andere Materialien werfen. Alles, was beim Recycling Schwierigkeiten bereitet und nicht ökologisch abbaubar ist, sollte nur dann genutzt werden, wenn wirklich keine Alternative besteht. Ansonsten stellen Recycling-Kartons, aber auch neuartige Materialien wie Bambus oder Verpackungschips aus Mais hervorragende Alternativen dar, die sich vollständig zersetzen lassen.

Bei Verpacking finden Sie zu diesem Zweck ausschließlich Verpackungschips von Pelaspan. Anstelle von Styropor kommt bei der Herstellung dieses zukunftsträchtigen Füllmaterials ausschließlich Maisstärke zum Einsatz. Alle Verpackungschips aus unserem Shop sind deshalb vollständig kompostierbar und können von Ihren Kunden über den Hausmüll entsorgt werden. Die hohe Funktionalität der Verpackungschips wird durch das Material keinesfalls eingeschränkt. Das Füllmaterial füllt ganz automatisch die Hohlräume im Paket aus und die besondere Form sorgt dafür, dass sich die einzelnen Chips miteinander verkeilen und so beim Transport im Paket keine Bewegung möglich ist. Das sorgt für eine Rundumpolsterung für Ihre Produkte. Auch über die Haltbarkeit von diesen Verpackungschips brauchen Sie sich keine Gedanken machen. Sie verhalten sich in der Praxis annähernd identisch wie die Vorlage aus Styropor.

‚Grüne‘ Verpackungen sind nicht nur gut für Ihr Image als Unternehmen. Wenn Sie es richtig angehen können Sie so auch Verpackungskosten sparen und tun etwas für die Umwelt.

4: Bringen Sie Multifunktionsklebeband zum Einsatz

Im eCommerce hat Klebeband mehr Aufgaben, als bloß das Paket zu verschließen. Lassen Sie das große Potential dieses Produkts deshalb auf keinen Fall ungenutzt. Auf jedem Klebeband findet sich ungenutzte Fläche, die Sie zu Werbezwecken einsetzen können. Indem Sie den Kleber mit den Farben Ihres Corporate Designs oder sogar Ihrem Logo verzieren, können Sie aus einer reinen Nutzverpackung eine Markenverpackung machen. Auf diese Weise erfüllt das Klebeband künftig mehr als nur eine Funktion: Es verschließt den Karton, stärkt die Stabilität und unterstützt Ihre Markenbildung.

Wenn es darum geht, individuelle Verpackungen zum Einsatz zu bringen, um sich von der Konkurrenz abzuheben, ist bedrucktes Klebeband eine der einfachsten und vor allem Budget-freundlichsten Möglichkeiten. Ohne große Kosten zu erzeugen können Sie auf diese Weise Ihre Verpackungen individualisieren.

5: Stechen Sie aus der Masse heraus

Auch wenn Sie großen Wert auf Nutzverpackungen legen und auf keinen Fall die schützende Wirkung von Karton und Füllmaterial einschränken möchten, haben Sie vielfältige Möglichkeiten zur Selbstdarstellung. Sie können Sie Aufmerksamkeit Ihrer Kunden gewinnen und halten. Machen Sie sich deshalb klar, dass Nutzverpackungen nicht langweilig sein müssen. Statt schlichte, braune Kartonagen zum Einsatz zu bringen, stehen Ihnen vielfältige Alternativen zur Verfügung. Sie können nicht nur Klebeband bedrucken, um die Wahrnehmung Ihrer Marke zu stärken, sondern direkt die ganze Verpackung individualisieren. Viele Hersteller von Verpackungen bieten dafür unterschiedliche Optionen für den Druck. Sie können einen weißen Karton dafür beispielsweise in den Firmenfarben bedrucken, Ihr Logo darauf anbringen oder ausgefallene Designs nutzen, mit denen Sie beispielsweise bestimmte Saisons aufgreifen. Wollen Sie eine kostengünstigere Alternative nutzen, können Sie neben bedrucktem Klebeband auch Aufkleber zum Einsatz bringen, auf denen entweder Ihr Logo oder ein Slogan steht. Auf jeden Fall sollte das Ziel darin bestehen, dass Außenstehende und der Empfänger Ihre Marke direkt erkennen, auch wenn sie die Verpackung nur aus der Ferne sehen.

Markenverpackung unterscheidet sich von den klassischen Produktverpackungen, wie sie sich in Ladengeschäften finden. Trotzdem sollte die Idee hinter den Designs dieselbe sein. Der Kunde muss sich abgeholt fühlen, erkennen, worum es geht und sich auf sein Produkt freuen.

6: Schaffen Sie für Ihre Kunden eine unvergessliche Erfahrung

Wenn einer Ihrer Kunden sein Paket öffnet, sollte er dabei ähnliche Emotionen verspüren, wie beim Erhalt eines besonderen Geschenks. Das Auspacken eines Pakets bietet viele Chancen für Unternehmen. Hier können Sie an der Kundenbindung arbeiten und die Erwartungen Ihrer Kunden weit übertreffen oder aber hinter ihnen zurückbleiben. Sie können aktiv daran arbeiten, die Beziehung zu Ihren Kunden zu verbessern, indem Sie auf folgende Elemente setzen:

  • Farbiges, hochwertiges Seidenpapier als Füllmaterial oder um die Artikel einzeln zu verpacken
  • Eine personalisierte Dankeskarte, um die Kunden persönlich abzuholen
  • Coupons, Rabattcodes oder Upselling-Optionen, um Ihr Angebot weiter zu bewerben und Ihre Kunden zu Wiederkäufern zu machen
  • Ein kleiner Bonus in Form eines Geschenks oder einer Produktprobe, um Ihren Kunden ein Extra zu geben

Natürlich gibt es neben diesen noch viele weitere Möglichkeiten, die Auspackerfahrung Ihrer Kunden zu gestalten. Sie sollten bei allen Optionen jedoch immer auch die Praxistauglichkeit im Sinn haben. Die beste Verpackung kommt nicht gut an, wenn das Paket eine unhandliche Größe hat oder sich nicht leicht öffnen lässt. Die gesamte Erfahrung beim Auspacken sollte sich für den Kunden besonders anfühlen und sich in Ihre allumfassende Marketing- und Kommunikationsstrategie einfügen.

Die besten Verpackungen im eCommerce

Die besten Verpackungen vereinen Form und Funktion miteinander. Sie schützen Ihre Produkte, bis der Kunde diese auspackt. Zudem müssen Sie den Kunden begeistern, ihm eine tolle Erfahrung liefern und dabei die Kosten für Material und Versand möglichst gering halten. Die anhaltende Popularität von Unboxing-Videos gibt Unternehmen neue Chancen, das eigene Angebot zu bewerben.

Wenn es daran geht, Ihre Verpackungen zu gestalten, müssen Sie viele Aspekte berücksichtigen. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag einige Hilfestellungen mit an die Hand geben konnten, um dieses Vorhaben zu erleichtern. Gern unterstützen wie Sie bei der Auswahl und Gestaltung passender Verpackungsmittel. Nutzen Sie dafür einfach unsere Kontaktmöglichkeiten oder probieren Sie unseren Kartonkonfigurator selbst aus.

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