Die häufigsten Verpackungsfehler und wie man diese vermeiden kann

13.08.2018 09:30

Bei Kundenbestellungen im Onlineshop soll der Kunde genau das Produkt erhalten, was er auch bestellt hat. Vor allem sollte ihm dieses Produkt unbeschädigt und innerhalb einer kurzen Versandzeit zugestellt werden. Fehlerhafte Produktbeschreibungen und Abweichungen von der Abbildung sowie Produktionsfehler oder beschädigte Artikel bescheren unzufriedene Kunden. Gerade in Sachen Versand lassen sich solche Fehler vermeiden. Mit der idealen Verpackungslösung wird die fortlaufende Qualität der Ware auch über den Versandprozess hinaus sichergestellt. Transportschäden und daraus resultierende Rücksendungen lassen sich weitgehend vermeiden. Erhält der Kunde ein Paket, das von minderer Qualität ist und deshalb Schäden aufweist, fällt dies häufig auf den Onlinehändler zurück. Dies lässt den Kunden darauf schließen, dass weder viel Wert auf die Verpackungslösungen noch auf die eigenen Kunden selbst gelegt wird. Die Konsequenz? Der Kunde bestellt bei seinem nächsten Einkauf bei einem anderen Händler, bei dem er eine bessere Kauferfahrung gemacht hat. Da sich Produktschäden durch die richtige Verpackung vermeiden lassen, möchten wir in diesem Beitrag erklären, wie dies in die Tat umgesetzt werden kann. Verpackungsfehler lassen sich so vermeiden und Kunden werden durch eine funktionale Verpackung überzeugt. 

Mangelhafte Adressangaben oder Kennzeichnung

Der größte Fehler beim Versand von Waren im E-Commerce ist die mangelhafte oder falsche Kennzeichnung der Empfängeradresse, wodurch die Waren den Empfänger nicht erreicht. Vermeiden lassen sich solche Fehler durch die Einführung einer zusätzlichen Sicherheits- und Qualitätskontrolle. Besonders wichtig, die Adresse leserlich anzugeben. Hierfür bieten sich ideal  ausgedruckte Versandetiketten an. Außerdem darf eine Absender-Adresse nicht fehlen, die im Zweifelsfall eine Rücksendung für die Ware ermöglicht. Sollen Begleitpapiere mit der Ware verschickt werden, sind außen angebrachte Dokumententaschen eine ideale Lösung. Bei der Verwendung von Dokumententaschen ist darauf zu achten, dass die reflektierende Folie keine wichtigen Adressaufkleber oder Etiketten überklebt. Wird eine Kennzeichnung auf dem Karton angebracht, weil im Inneren zerbrechliche Materialien, Akkus oder auslaufgefährdete Produkte zu finden sind, sollte ebenfalls eine auffällige Kennzeichnung genutzt werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese dem Zusteller auffällt und eintretende Schäden vermieden werden können. Im Zweifelsfall bewirkt nur eine offensichtliche Kennzeichnung einen Schadensersatzanspruch bei der Versicherung, weshalb man hier besondere Sorgfalt walten lassen sollte. Warnbänder und Warnetiketten in Signalfarben eignen sich zur Kennzeichnung optimal.

Die falsche Verpackungsgröße und andere Fehler

Insbesondere kleinere Shops sind bemüht, günstige Versandlösungen zu finden, die sowohl dem Kunden als auch den eigenen Bedürfnissen gerecht werden. Daraus resultiert oft die falsche Auswahl von Verpackungsgrößen, da Portokosten eingespart werden sollen. Dies kann unangenehme Folgen auf dem Transportweg haben. Reicht der Platz in zu engen Verpackungen einfach nicht aus, so passt auch kein Polstermaterial mehr hinein. Ist hingegen zu viel Platz und man kann diesen auch mit Verpackungschips, Luftpolsterkissen oder anderem Polsterbedarf nicht füllen, kann das Produkt verrutschen und damit beschädigt werden. Dabei gibt es für jedes Produkt die optimale Verpackungsgröße. Umkartons oder Versandtaschen sollten immer ein wenig größer sein als die zu versendende Ware. Als Faustregel kann man an jeder Seite etwa 5cm Spielraum einplanen. Man sollte sich zudem für handelsübliche Verpackungen entscheiden. Hier besteht die Auswahl zwischen Kartons, einfachen Umschlägen, Versandtaschen oder, bis hin zum Versandrohr. Alles, was von diesen Normen abweicht und entsprechend unüblich geformt ist, kann zudem die Versandkosten in die Höhe treiben. Gegebenenfalls müssen solche Pakete dann als Sperrgut aufgegeben werden, was eventuelle Kostenersparnisse bei der Verpackung selbst sofort wieder zunichtemacht. Darüber hinaus sollte man selbst bei großer Rücksicht auf ökologische Faktoren von der Widerverwendung einmal genutzter Kartons absehen und lieber neue verwenden. Auch wenn gebrauchte Kartons auf den ersten Blick nach einer sinnvollen Ersparnis aussehen, ist hier häufig bereits eine Beschädigung vorhanden. Gerade einwellige Versandkartons sind nicht für die Widerverwendung gedacht. Die Außenhülle wird durch die Handhabung beim Transport ausgedünnt und entsprechend umso empfindlicher. Abgenutzte Kartons sollten daher nicht mehr auf die Reise gehen und aus dem Transport genommen werden.

Keine Polsterung

Oft fehlt es in Onlineshops an einer eigenen Verkaufsverpackung, wie man das beispielsweise von Elektrogeräten kennt. Mit zusätzlichem und vor allem geeignetem Polstermaterial kann nachgeholfen werden, um Schäden zu vermeiden. Den Händlern bietet sich eine große Auswahl diverser Polstermaterialien, wobei nicht alle den gleichen Schutz bieten. Es gibt Luftpolsterfolie, Schrenzpapier, Verpackungschips oder Luftpolsterkissen. Verfügt das Produkt über scharfe Ecken oder empfindliche Kanten, sollten diese extra geschützt werden, indem man das Produkt mit Luftpolsterfolie oder Packpapier umwickelt. Dadurch sind die besonders fragilen Bereiche extra geschützt und gehen sicher in den Versand. Das Paket selbst sollte dann mit ausreichend Füllmaterial gepolstert werden, sodass das eigentliche Produkt sicher und geschützt darin Platz findet. Überprüfen lässt sich dies durch vorsichtiges und leichtes Schütteln des Paketes. Tumult im Inneren lässt sich durch zusätzliches Polstern einfach beheben. Idealerweise sollte sich im Inneren des Kartons auch beim Schütteln nichts bewegen. Weiche Polstermaterialien eignen sich besonders für leichte Produkte, wohingegen harte Polsterungen besser sind für schwere Produkte. Beim Versand mehrerer Produkte sollte dabei die größte Rücksicht auf die empfindlichste Ware nehmen und den Schutzgrad auf dessen Bedürfnisse abstimmen. Die Waren sollten so gepolstert werden, dass sie weder miteinander in Kontakt kommen können, noch mit der Außenverpackung. Am besten wird das durch das gezielte Vermeiden von Hohlräumen erreicht. Auf diese Art und Weise bleibt die Ware unversehrt. Zerbrechliche Produkte, wie beispielsweise Glas, bedürfen einer besonderen Verpackung, um sie vor Zerbrechen oder Auslaufen zu schützen. In dem Fall bieten Aufsaugmaterialien den optimalen Schutz.

Probleme mit dem Klebeband

Geht es um Klebeband, so gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht. Während das eine Klebeband die optimale Wahl zum Verschließen und Versiegeln von Kartonagen ist, löst sich das andere schon schnell nach dem Kleben wieder. Ist die Ware erst auf dem Versandweg, lassen sich Schäden oft nicht vermeiden. Selbst die beste Polsterung und die perfekte Kartongröße helfen nichts, wenn der Karton versehentlich aufgeht. Wenn überhaupt, kommt die Ware beschädigt beim Kunden an und dieser wird zurecht vom Onlineshop enttäuscht sein. Manchmal liegt es auch nicht einmal daran, dass das falsche Packband genutzt wurde, sondern es haperte vielmehr an der Anwendung. Wurde das Klebeband nicht sachgerecht benutzt, kann es an Klebkraft einbüßen. Ursachen dafür finden sich zum Beispiel in der falschen Lagerung. Sowohl bei zu niedrigen als auch bei zu hohen Temperaturen ist die Klebeleistung je nach Material des Klebstoffes nicht mehr zuverlässig gewährleistet. Hitze schmilzt das Klebemittel und sichert ein Verschließen nicht mehr vollständig. Das Band kann verrutschen. Ein starkes Auskühlen hingegen lässt den Kleber verhärten. In beiden Fällen lässt die Klebkraft stark nach und eventuell löst sich das Band während des Transports. Neben einer optimalen Lagerungsbedingung sollte auch stets ein Auge auf die korrekte Handhabung gehalten werden. Klebeband sollte dabei großzügig, aber nicht exzessiv aufgetragen werden. Es werden alle Offenen Kartonseiten mit Packband beklebt, woraufhin dieses dann noch einmal fest angedrückt wird. Bei vielen Klebebändern ist dieser Schritt essentiell und erst nach dem Andrücken wird die volle Klebeleistung erreicht. Das Verkleben der Kartonagen sollte bei Raumtemperatur erfolgen. Wird ein besonders schweres Paket verklebt, bei dem ein guter Verschluss umso wichtiger ist, sollte auch ein entsprechend stärkeres Klebeband genutzt werden. Hier können außerdem alle Ecken und Kanten verstärkt werden, damit diese beim Versand geschützt sind. Während sich Klebeband optimal zum Verschließen von Kartonagen eignet, sollte man von anderen Produkten eher Abstand nehmen. Im Büro übliches, dünnes Klebeband, wie auch Kreppband sind absolut ungeeignet und haben keine ausreichende Klebkraft. Vor allem aber sollte man um Schnüre, Kordeln und allerlei Ähnliches einen großen Bogen machen, da diese beim Transport hinderlich sind und zu leicht selbst Schaden nehmen können.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit der Auflistung dieser bekannten Probleme sowie der Ergänzung einiger einfacher Lösungen dabei helfen konnten, den eigenen Versandprozess weiter zu optimieren.

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