Die richtige Verpackungsstrategie – Maschinell oder manuell verpacken?

03.09.2018 10:06

Maschinelle oder manuelle Verpackung

Je nach Saison kann es innerbetrieblich beim Verpacken der Waren recht hektisch zugehen. Gerade rund um große Feiertage wie Weihnachten boomt der Versandhandel und Onlinehändler kennen die damit zusammenhängende Hektik zu genüge. Im Lager wuseln die Mitarbeiter hin und her und geben ihr Bestes, Güter rechtzeitig und gut verpackt zum Versand aufzugeben. Schnell kommt da der Gedanke, ob nicht eine Maschine helfen könnte, einem selbst und den Mitarbeitern den Stress zu ersparen. Aber lohnt sich das wirklich? Am Ende will man natürlich nicht nur Mitarbeiterkräfte schonen, sondern man möchte einen spürbaren Effekt. Faktisch bedeutet das Zeitersparnis oder Geldersparnis. Ob sich der Umstieg auf automatisierte Verpackungsprozesse in Ihrem Unternehmen lohnt, dafür finden Sie in diesem Beitrag hoffentlich eine Antwort.

Der Verpackungsprozess ist so wichtig, wie das Produkt selbst

Jedes Jahr kommen Millionen neuer Produkte auf den Markt. Ein Großteil dieser scheitert. Einer der Gründe für das Scheitern etlicher Unternehmen ist die unzulängliche Verpackung. Für den Produktempfänger ist die Verpackung ein erstes und ausschlaggebendes Indiz für die Produktqualität. Wird hier von Unternehmensseite gespart, wirft das schon einmal ein schlechtes Licht auf das Angebot. Verpackungen sind für Unternehmen also besonders wertvoll. Hierüber wird dem Käufer vermittelt, warum gerade das eigene Unternehmen besonders ist und der Konkurrenz vorgezogen werden sollte. Während die einen hier vielleicht mit pompösem und auffälligem Design punkten möchten, gehen es andere eher minimalistisch an. Fakt ist, dass es verschiedene Ansätze zum Erfolg bringen können, solange am Ende die Qualität stimmt. Großartige Verpackungen wirken sich dann auch sehr positiv auf die Verkäufe aus und stärken das Markenimage. Schlechte Verpackungen wiederum können eine noch dramatischere Auswirkung haben.

Die Schritte der Versandvorbereitung

Werden Produkte nach dem Verkauf für den Versand vorbereitet, so geschieht das meist in mehreren Schritten, die allesamt unterschiedlich viel Zeit kosten. Es braucht eine Verpackung, meist ein Karton oder eine Versandtasche, die so aufgestellt werden muss, dass sie befüllt werden kann. Auch der Verschluss nach dem Einführen des Produktes braucht Zeit. Zusätzlich ist in vielen Fällen die Ergänzung von Polstermaterialien dringend zu empfehlen, damit die Ware auf dem Transportweg keine Schäden erleidet. Der letzte Schritt liegt dann im Etikettieren, woraufhin sich das Versandgut auch schon auf den Weg zum Empfänger machen kann. Je nach Produkttyp kommen vom Verkauf online bis zur voll versandfähigen Verpackung etliche Arbeitsminuten zusammen. Außerdem gibt es viel Potential für größere oder kleinere Fehler, die sich am Ende zu einer nicht mehr akzeptablen Verpackung summieren können. Kleine oder größere Verpackungsmaschinen können einem bei diesen Schritten allerdings zur Hand gehen oder den Menschen sogar vollständig ersetzen.

Es hängt alles von der Produktionsmenge ab

Dieser Punkt mag für viele selbsterklärend sein, aber ein Grund dafür, dass vor allem große und mittelständische Unternehmen auf maschinelle Hilfe vertrauen, liegt in der hier höheren Produktionsmenge. Wird täglich nur eine überschaubare Anzahl an Produkten verkauft, stünde die Maschine am Ende wahrscheinlich mehr still, als dass sie einen tatsächlichen Mehrwert für den Betrieb bietet. Andersherum erkennt man als Unternehmensleiter selbst wahrscheinlich am besten, wann es Zeit ist, den Umstieg von manuell auf maschinell zu wagen. Gerade dann, wenn man den Bogen bereits leicht überspannt hat und beginnt, erste Produkte mit leichter Verspätung zu versenden und Deadlines zu verpassen, weil man die eigentliche Nachfrage drastisch unterschätzt hat, zeigt sich die Notwendigkeit einer generellen Umstrukturierung der Prozesse. Entweder werden weitere Mitarbeiter benötigt oder es braucht maschinelle Unterstützung. Hier ist es vor allem wichtig, Vorteile und Kosten gegeneinander abzuwägen. Zunächst mögen die Anschaffungskosten einer Maschine zwar die der Anstellung eines Mitarbeiters weit übersteigen, man muss hier aber auch den ROI (Return On Investment) berücksichtigen, oder anders gesagt den späteren Gewinn im Verhältnis zu ursprünglich eingesetzten Kosten. Aber wie lässt sich dieser vor Kauf einer solchen Maschine überhaupt bestimmen? Für eine Aufstellung ist es wichtig, zum einen festzulegen, wie viele Pakete pro festgelegte Zeiteinheit verpackt werden müssen und wie die Arbeitszeit der Mitarbeiter derzeit verteilt ist. Im Folgenden haben wir die Vor- und Nachteile von manueller sowie maschineller Verpackung einmal aufgeführt, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

Vorteile manueller Verpackungslösungen

Auch wenn Maschinen die traditionelle Handarbeit auf den ersten Blick zu übervorteilen scheinen, sprechen doch auch einige Punkte für die Verpackung per Hand.

Geringe Investition

Gerade zu Beginn ist die Einstellung weiterer Mitarbeiter mit wenig Kapitalaufwand verbunden. Unternehmer müssen sich keine Sorgen über große Investitionen machen.

Individuelle Verpackung

Nicht immer fallen Produkte in die Kategorie einfach zu verpackender Güter. Sie sind seltsam geformt, ungewöhnlich oder zum Beispiel besonders groß. All diese Faktoren sorgen dafür, dass herkömmliche Maschinen so ihre Probleme bekommen. Ein automatischer Verpackungsprozess ist hier ungeeignet. Ein Mitarbeiter wiederum, der sich besonders gut mit dem Verpacken von Produkten auskennt, versteht sofort, was zu tun ist. Hier liegt der Vorteil ganz klar beim Mitarbeiter, der Optionen bedenken kann, die für die Maschine so vielleicht gar nicht umsetzbar sind.

Gerade der Punkt mit der Ersparnis ist hier allerdings dringend zu relativieren. Natürlich sind hohe Preise zunächst immer abschreckend. Man läuft damit aber Gefahr, eine dringend benötigte Investition von Grund auf abzulehnen und gar nicht erst die Chance zu bekommen, zukünftige Vorteile zu berücksichtigen. Manchmal kann es durchaus wertvoll für einen Konzern sein, zunächst unerwartete Ausgaben zu tätigen, weil auf diese Weise auf lange Sicht viel Geld eingespart werden kann. Und womöglich stellen sich diese Ersparnisse noch deutlich schneller ein, als man es erwartet hat. Vom Verantwortlichen ist daher zu erwarten, dass er nicht nur über den laufenden Monat hinausschaut, sondern auch das nächste Quartal oder sogar das kommende Jahr im Hinterkopf behält, wenn es um hochpreisige Investitionen geht.

Vorteile maschineller Verpackungslösungen

Inzwischen ist die Auswahl an unterschiedlichen maschinellen Lösungen so groß, dass sich annähernd für jede Anforderungen die passende Maschine findet.

Reduktion der Mitarbeiterzahl

Automatisiertes Verpacken kann die Zahl der benötigten Mitarbeiter senken. Hat man beispielsweise Mitarbeiter, die ausschließlich für einen bestimmten Teil des Verpackungsprozesses zuständig waren, der sich durch eine Maschine abdecken lässt, kommt am Ende eine hohe finanzielle Einsparung zusammen, nicht nur was das Gehalt betrifft, sondern auch Faktoren wie die Versicherung.

Materialersparnis

Wird zum Beispiel Stretchfolie mit einem manuellen Abroller angebracht, wird sie kaum gestreckt und man kriegt am Ende nur die Länge raus, die auch auf der Rolle war. Stretchfolie ließe sich aber auf ein Vielfaches ihrer Länge dehnen. Das maschinelle Anbringen dieser Folie kann sie so dehnen, dass bis zu 50% oder gar 70% eingespart werden, ohne dabei einen Qualitätsverlust zu riskieren. Verantwortlich für die erzielbare Ersparnis ist dabei nicht nur die Qualität der genutzten Maschine, sondern auch die der Folie sowie die Beschaffenheit der zu verpackenden Produkte.

Zeitersparnis

Maschinelles Verpacken spart Zeit. Diese Zeit können Mitarbeiter dann für andere Arbeiten aufwenden. Die Maschine schafft das Verpacken in einem Bruchteil der Zeit und durch das Einsparen von Folie muss die Rolle gleich deutlich weniger gewechselt werden. Je nach Anzahl maschinell verpackter Paletten lassen sich insgesamt Stunden an Arbeitszeit einsparen. Das spart Personalkosten und erhöht die Produktivität im Betrieb drastisch.

Gesundheit

Der Umgang mit Verpackung und Verpackungsgütern kann schon mal auf Kosten der Gesundheit gehen, vielleicht schneidet man sich am Cutter oder verschätzt sich beim benötigten Kraftaufwand und es kommt deshalb zu einem Unfall. Maschinelles Verpacken hilft auch da und schont den Kraftaufwand, sodass Erkrankungen, Unfälle oder körperlicher Verschleiß gemindert werden. Spürbar ist das in einer Reduktion durch Krankheitsausfälle. Auch die Motivation der Mitarbeiter, die nun keine körperlich auslaugenden Arbeitsleistungen erbringen müssen, wird sich steigern und sich diese Zufriedenheit in der Arbeitsmoral zum Ausdruck bringen.

Unterschiedliche Typen von Maschinen speziell für kleine Betriebe

Es gibt wenige Maschinen, die einem wirklich den gesamten Verpackungsprozess abnehmen können. In der Regel verschaffen einem aber vor allem kleine Maschinen eine erhebliche Arbeitserleichterung in sonst störenden Einzelschritten. Ein paar solcher Maschinen, die sich besonders für kleine Unternehmen eignen, möchten wir zum Abschluss gern benennen, um Ihnen einen Eindruck von den Unterschiedlichen Möglichkeiten zu geben.

Luftpolstersysteme

Luftpolstersysteme helfen bei der Produktion von Polster- und Füllmaterialien und sind damit perfekt für jedes Lager. Mit dieser Art Gerät lassen sich nach Bedarf Luftkissen herstellen, mit denen Hohlräume in Paketen ausgepolstert werden. Die Bedienung ist denkbar einfach und eine Anschaffung oft schon ab wenigen Hundert Paketen pro Tag lohnenswert.

Verschlusssysteme

Ein gut gepolstertes Produkt im Karton kann erst nach dem sachgerechten Verschließen in den Versand weitergeleitet werden. Dabei ist das oft gar nicht so einfach. Ein sparsamer und vor allem funktionaler Gebrauch von Klebebandrollern bedarf viel Übung. Und selbst dann lässt das Ergebnis häufig immer noch zu wünschen übrig. Auch beim Verschließen von Kartons können einem Geräte gut zur Hand gehen.

Etikettiergeräte

Eine weitere Maschine zur Arbeitserleichterung beim Verpackungsprozess ist das Etikettiergerät. Jedes Paket benötigt zwangsläufig ein Versandetikett, bevor es versendet werden kann. Mit einem Etikettendrucker ist man deshalb gut beraten. Etiketten lassen sich praktisch vom PC aus ausdrucken. Nutzt man dabei das Thermodruckverfahren, braucht es weder Tinte noch Druckerfarbe. Auch für kleine Betriebe wird hier bereits eine effiziente und lohnenswerte Lösung bereitgestellt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag einen Eindruck davon geben können, wie sinnvoll Verpackungsmaschinen in vielen Fällen eingesetzt werden können. Natürlich hat bei Weitem nicht jedes Unternehmen Bedarf für die technische Assistenz, aber es ist trotzdem gut, sich mit den Optionen zu beschäftigen. Am Ende macht es gerade für Ihre Kunden dann aber den größten Unterschied, von welcher Qualität die eigentlichen Verpackungsmaterialien sind. Individualität und Hochwertigkeit machen sich bezahlt und helfen Ihrem Unternehmen dabei, sich von der Masse abzuheben.

Bei Fragen nutzen Sie gern unsere Kontaktmöglichkeiten.


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