So gestalten Sie aufregende Produktverpackungen

30.01.2019 10:38

Wer sich kaum Gedanken, um das Thema Verpackungen macht, für den verkommt die ganze Thematik schnell eher zu einer Notwendigkeit. Verpackungen sind dafür da, Produkte von A nach B zu transportieren. Wer seinen Blickwinkel allerdings etwas öffnet, der erkennt schon bald das hohe Potential und den Wert einer Verpackung auch aus Sicht des Kunden. Gerade in Zeiten, in denen Marken eine große Online-Präsenz haben, und Produkte vor der Handykamera live bei Instagram ausgepackt werden, sind Verpackungen wichtiger als je zuvor und ein essentieller Marketing-Baustein.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen erklären, wie Sie mehr aus Ihren Verpackungen herausholen können und aufregende Produktverpackungen gestalten. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl passender Produkte, stellen spannende Materialien vor und verhelfen Ihnen zu mehr Bewusstsein für Ihre Markenidentität.

Schritt 1: Markenbewusstsein

Bereits etablierte Marken mit einer starken Markenpräsenz können diesen Punkt getrost überspringen. Viele Startups oder auch alteingesessene Unternehmen, die sich über die Jahre immer wieder weiterentwickelt haben, haben oftmals einen Mangel an Selbstbewusstsein. Es existiert kein einheitliches Markenbild, das an die Kunden weitergegeben werden kann. Für eine funktionierende Markenidentität ist vor allem das Corporate Design mitentscheidend. Das beinhaltet das Logo sowie die genutzte Farbpalette. Hier sind unterschiedliche Richtungen möglich und bestimmte Farben sind für einige Branchen besser oder schlechter geeignet. Wer hier allerdings keine klare Entscheidung trifft, der wird sich auch mit der Investition in Verpackungen schwer tun. Was heute gefällt, könnte schon morgen nicht mehr zu Ihrer Marke passen.

Schritt 2: Zielgruppenanalyse

Nachdem Sie sich im ersten Schritt genauer mit Ihrer Marke auseinandergesetzt haben, wird es nun Zeit einen Blick auf Ihre Kunden zu werfen. Genauer gesagt, soll in Schritt 2 die Zielgruppe unter die Lupe genommen werden. Die Zielgruppe Ihres Unternehmens bestimmt, welche Art von Erlebnis sich Ihre Kunden vom Auspacken Ihrer Produkte wünschen. Um hier ein Beispiel zu nennen, wünschen sich Kunden, die bei Amazon, eBay oder Rakuten bestellen, vor allem ein günstiges Produkt, das schnell bei ihnen eintrifft. Eine sichere Verpackung und etwas Luftpolsterfolie reichen hier aus, um eine typische Auspack-Erfahrung zu schaffen. Allerdings möchte sich wohl kaum ein Onlinehändler an diesen Strategien orientieren. Stattdessen ist es ratsam, wenn Sie Ihren Produkten eine persönliche Note geben und damit genau den Erwartungen entsprechen, die Kunden von Ihrer Marke haben. Stellen Sie beispielsweise Artikel in Handarbeit her oder arbeiten seit Jahren als Familienbetrieb? Warum legen Sie Ihrem Paket nicht eine handschriftliche Notiz bei, um ein Gefühl von Nähe für den Kunden zu erzeugen. Luxuriöse Marken profitieren natürlich stattdessen von hochwertig gedruckten Dankeskarten oder einem ganz minimalen Design, wie es von vielen Tech-Firmen vorgemacht wird.

Schritt 3: Praxistipps

Ihre Marke steht und Sie haben sich genau überlegt, welches Erlebnis Sie Ihren Kunden beim Auspacken bieten möchten? Dann ist es höchste Zeit, Ihre Vorstellung auch in die Tat umzusetzen. Bei der Auswahl von Verpackungsmaterial geht es aber nicht nur um Ideen, sondern auch um die Praxis, immerhin sollen die Produkte zu guter Letzt auch ihren eigentlichen Zweck erfüllen.

Funktion – Ganz standardmäßig hat die Verpackung eines Produktes einige Funktionen zu erfüllen. Ein Artikel soll gesichert und für den Transport vorbereitet werden. Je nach Inhalt können allerdings auch zusätzliche Funktionen hinzukommen. Ein leicht verderblicher Artikel muss vielleicht luftdicht oder gekühlt verpackt werden. In anderen Fällen muss die Verpackung antistatisch sein. Wählen Sie eine funktionale Verpackung für Ihr Produkt.

Kosten – Am Ende entscheiden Form, Größe und Gewicht Ihres Pakets über die Versandkosten. Auch die Verpackung spielt da eine Rolle. Dabei sollten Sie vor allem bei der Auswahl der Größe sehr achtsam vorgehen. Kleinere Produkte müssen nicht in großen Kartons versendet werden. Nutzen Sie stattdessen die passende Karton-Größe für Ihre Produkte, um sinnvoll Kosten zu sparen. Wollen Sie keine individuelle Lösung für jedes Produkt, ist es zumindest sinnvoll, die einzelnen Produkte in unterschiedliche Größen-Kategorien einzuordnen und für diese jeweils passende Verpackungen zu nutzen.

Haltbarkeit - Selbst die schönste Verpackung macht keinen guten Eindruck, wenn diese auf dem Transportweg kaputt geht. Sie sollten daher immer berücksichtigen, welche Art von Produkt Sie versenden möchten und welcher Schutz dafür notwendig ist. Ist der Artikel leicht zerbrechlich? In dem Fall sollten Sie auf die Verwendung von Füllmaterialien oder einer Fixierverpackung auf keinen Fall verzichten.

Skalierbarkeit – Versenden Sie täglich viele kleine oder wenige große Bestellungen? Viele Ideen, wie handschriftliche Notizen, mögen in der Theorie toll sein, aber bei 500 Bestellungen am Tag entpuppen sie sich als reine Zeitfresser. Schauen Sie, wie Sie Ihre vorhandene Zeit gegebenenfalls sinnvoller nutzen können und ob sich Ihr Vorhaben auch für ein höheres Versandaufkommen noch geeignet ist.

Schritt 4: Was ist wirklich notwendig?

Es gibt üblicherweise gewisse Elemente an einer Verpackung, auf die Sie nicht verzichten sollten. Dazu zählen:

  • Eine Umverpackung oder ein Umschlag, um das Produkt für den Versand zu sichern.
  • Ein Label oder Klebeband, für den Verschluss des Pakets.
  • Polster- und Füllmaterialien, wie Luftpolsterfolie, die das Innere vor äußeren Einflüssen schützen.

Optional:

  • Seidenpapier oder Schrenzpapier, in die das Produkt eingepackt wird.
  • Ein Aufkleber für den Verschluss vom Papier.
  • Zusätzliche Einlagen wie z.B. Visitenarten, Dankeskarten, Promo-Codes oder Flyer.

Jede Ergänzung, die für das Auspack-Erlebnis des Kunden gewünscht wird, bringt weitere Elemente dazu.

Schritt 5: Lassen Sie sich inspirieren

Es kann nicht schaden, sich vor der endgültigen Entscheidung für ein Verpackungskonzept etwas Inspiration zu holen. Informieren Sie sich über aktuelle Branchentrends oder schauen Sie sich die Verpackung von anderen Marken oder Konkurrenten an. Stand blind zu kopieren, sollten Sie hier versuchen, sich von der Masse abzuheben und dadurch Ihren Kunden im Gedächtnis zu bleiben.

Gerade wenn es um das Versenden von Produktproben oder Promo-Material geht, lassen sich große Marken immer wieder etwas einfallen. Wenn Sie bei Ihrer Recherche nicht selbst etliche Produkte ordern möchten, schauen Sie sich zum Beispiel Unboxing-Videos auf Instagram oder YouTube an. Gerade, wenn es Überschneidungen mit Ihrer Zielgruppe gibt, können Sie so direkt sehen, welche Elemente einer Verpackung welche Reaktion hervorrufen und daraus lernen.

Schritt 6: Behalten Sie Ihr Budget im Hinterkopf

Professionell und hochwertig aussehende Verpackungen müssen nicht gleich teuer sein. Verblasen Sie daher nicht schon zu Anfang Ihr gesamtes Budget für die erstbeste Idee. Natürlich können Sie mit selbst gestalteten Verpackungselementen einen sehr guten Eindruck machen aber individuelle Kartonagen und Einlagen für die Verpackungen gehen schnell ins Geld. Überlegen Sie sich gut, welche Investition sich für Ihr Unternehmen wirklich lohnt und wo Sie stattdessen auf eine günstige Alternative zurückgreifen können. Sie können Standardverpackungen auch stets selbst individualisieren, um hier womöglich bares Geld zu sparen und trotzdem eine persönliche Note zu ergänzen. Standardkartons oder andere Verpackungsmittel können schnell nur einen Bruchteil des Preises kosten, wie individualisierte Alternativen.

Schritt 7: Designs vorbereiten

Sie haben inzwischen sicherlich einige Optionen für Ihre Verpackung enger ins Auge gefasst und entschieden, welche Elemente Sie individuell wünschen und welche als Standard. An diesem Punkt gibt es zwei Möglichkeiten: Haben Sie einen kompetenten Designer in Ihrem Team, ist es eine gute Idee, die Designs hausintern zu fertigen. Sie haben dabei den größtmöglichen Einfluss auf das Endresultat und zahlen am Ende mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich weniger. Sie können allerdings auch einen Profi beauftragen. In dem Fall sollten Sie vorher einen Blick in das jeweilige Portfolio des Künstlers werfen, damit dieser auch zu Ihrer Marke passt.

Bevor Sie die fertigen Designs auf der Webseite des Verpackungsherstellers hochladen, sollten Sie sich die Anforderungen an die Daten anschauen. Haben diese nicht das korrekte Dateiformat oder die passende Größe, entstehen schnell Fehldrucke, die teuer werden können. Wenn Sie bei Verpacking bestellen, beraten wir Sie gerne zum Umgang mit unserem Konfigurator und unterstützen Sie auf dem Weg zu Ihren Wunschprodukten.

Schritt 8: Bestellung abschließen

Sie haben nun alle Schritte erledigt und können Ihre Produkte bestellen. Ihre Verpackung passt nun perfekt zu Ihrer Marke und Ihrer Zielgruppe und wird Ihren Kunden ein tolles Erlebnis beim Auspacken bescheren. Warten Sie auf die Lieferung und beginnen Sie damit, die neuen Verpackungsmittel in Ihre Prozesse zu etablieren. Schon bald werden Sie erste Effekte bemerken. Ihre Kunden werden zufriedener sein, Sie bemerken einen Anstieg Ihrer Bestellungen und einen Rückgang an Retouren.

Möchten Sie sich näher über die Möglichkeiten von Verpackungen informieren, beraten wir Sie gern. Nutzen Sie dafür einfach unsere Kontaktmöglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten. Unsere kompetenten Mitarbeiter haben bereits vielen Unternehmen zu spannenden und ausgefallenen Verpackungslösungen verholfen. Gemeinsam finden wir auch für Ihr Konzept die passenden Verpackungen.


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