So verschließen Sie Kartons richtig

02.08.2019 14:29

Wahrscheinlich haben Sie in Ihrem Leben bereits den einen oder anderen Karton für den Versand vorbereitet. Das Verschließen ist dabei ein wichtiger Schritt. Sie sorgen dafür, dass der Karton seine eigentliche Schutzfunktion einnehmen kann und auf dem Versandweg keiner der Artikel aus dem Karton fällt. Einen Karton zu verschließen, ist nicht schwer – Es richtig zu machen allerdings sehr!

In manchen Fällen kommen Sie mit Ihrer bewährten Technik nicht weiter und brauchen eine Alternative. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen unterschiedliche Techniken zum Verschließen eines Kartons vorstellen und Ihnen darüber hinaus noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben.

Verschließen Sie den Versandkarton mit Paketband

Paketband ist im Versandprozess nicht ohne Grund ein bewährter Standard. Um damit Ihren Karton zu verschließen, brauchen Sie nicht mehr als ein oder zwei Stücke Klebeband. Damit können Sie die Oberseite und Unterseite Ihres Pakets verschließen und daran hindern, sich während des Transports zu öffnen. Das Klebeband erledigt die vorgesehene Aufgabe, ohne dass es dabei zu Problemen kommt. In Abhängigkeit davon, welche Bedingungen während Lagerung und Versand auf das Paket warten, kann die Auswahl eines besonderen Paketbands die bessere Entscheidung sein, da hier eine andere Zusammensetzung des Klebers oder alternativ eine besondere Gestaltung besser sind.

Wasser-aktiviertes Klebeband geht nach dem Trocken eine untrennbare Verbindung mit der Pappe ein und kann nicht wieder entfernt werden, ohne dass dabei die obere Schicht des Kartons mit abgerissen wird. Dadurch ist es ideal für den Versand geeignet, da es hier auch mal zu einem etwas gröberen Umgang kommen kann. Paketband, das sich für kalte Temperaturen eignet, verfügt über einen Kleber, der seine klebenden Eigenschaften gerade bei kalten Temperaturen erreicht. Werden die Pakete zur Winterzeit oder in kälterer Umgebung versandt und gelagert, handelt es sich hierbei um eine funktionale Alternative. Andernfalls könnte herkömmliches Klebeband seine Klebfähigkeit verlieren, wodurch das Paket auf dem Weg zum Empfänger beschädigt werden könnte.

Beim Verschließen eines Pakets haben Sie auch die Option, mehr Klebeband einzusetzen, indem Sie beispielsweise die H-Methode nutzen. Dabei kleben Sie nicht nur einen Streifen in die Mitte, um die beiden Hälften des Deckels zusammenzukleben. Darüber hinaus bringen Sie Klebeband an den offenen Seiten an, bis die gewünschte H-Form entsteht. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass ein höheres Maß an Stabilität und Sicherheit erzielt wird. Gleichzeitig sorgen Sie dafür, dass kein Schmutz oder Staub ins Innere des Kartons gelangen kann. Die Produkte im Inneren bleiben nicht nur sauber, sondern für den Transport- oder Lagerzeitraum auch kühler und trockener. Damit eignet sich diese Technik gerade für empfindliche Artikel.

Wie auch immer Sie Ihre Versandkartons mit Klebeband verschließen möchten, es ist sinnvoll, dabei einen Handabroller zu nutzen. Dadurch beschleunigt sich nicht nur der gesamte Vorgang, Sie verschwenden auch weniger Material und können den Karton dichter abschließen.

Verschließen Sie den Versandkarton mit Stretchfolie

Stretchfolie ist sicherlich ein unkonventioneller Weg, um Kartons zu verschließen. Trotzdem haben schon einige Logistiker diese Methode zum Einsatz gebracht. Sie sollten keine Versandkartons mit Stretchfolie schließen. Sollte Ihnen jedoch einmal das Paketband ausgehen und Sie brauchen eine kurzfristige Lösung, die den Zweck hervorragend erfüllt, handelt es sich um eine zweckdienliche Methode. Ob Sie Kartons einlagern oder umlagern möchten, Sie müssen diese dafür definitiv richtig verschließen.

Stretchfolie ist vor allem eine gute Notfalllösung. Diese Verschlussmethode bietet dabei aber gleichzeitig eine starke Verpackung und höchste Sicherheit, vor allem wenn Sie mit ausreichend Druck angebraucht wurde. Indem Sie die Folie in einigen Schichten eng an Ihrem Karton anbringen, können Sie damit auch empfindliche Produkte sicher verpacken.

Stretchfolie kann bei Bedarf auch zu einer Art Seil aufgewickelt werden, das Sie zum Verschließen um einen Karton knoten können. Sie sollten sich allerdings nicht auf diese Technik verlassen und Stretchfolie vor allem übergangsweise zum Einsatz bringen. Sorgen Sie lieber für Ersatz und nutzen Sie dann funktionales Paketband.

Verschließen Sie den Karton mit individuellen Labels

Wenn Sie einen Karton mit Labels verschließen, sorgt dass vor allem für einen bestimmte Optik oder ist der letzte Schliff bei der Paketoptimierung. Wenn Sie einen Karton verschließen, können Sie als letzten Schritt ein bedrucktes und selbstklebendes Label anbringen, das wie eine Art Siegel fungiert. Ganz nebenbei wertet ein solcher Verschluss eine jede Verpackung auf. Beim Kunden entsteht dadurch der Eindruck, ein jedes Paket wird noch handverpackt und von einem Mitarbeiter verschlossen, der sich dabei Mühe gibt. Die Wertigkeit der Verpackung und des Produkts wird so ganz automatisch erhöht. Der Empfänger baut außerdem rein psychologisch eine größere Bindung zum Paket auf, da er derjenige ist, der die Versieglung des Kartons aufbrechen und den Inhalt in Empfang nehmen darf.

Labels sollten Sie immer individuell anfertigen und dabei für den vollen Effekt auf Qualität setzen. Mit einem einfachen Papierlabel, wie es sich auf jedem Versandkarton findet, werden Sie kaum für Staunen sorgen. Stattdessen sollten Sie auf tolle Designs und ausgefallene Materialien setzen.

Labels sind außerdem nicht dafür geeignet, als einziges Element beim Verschließen eines Kartons genutzt zu werden. Um den individuellen und hochwertigen Look noch mehr hervorzuheben, empfehlen wir Ihnen die Kombination mit Klebeband. So können Sie Ihren Karton nicht nur sicher und stabil verschließen, sondern gleichzeitig an Ihrer Markenbildung arbeiten.

Verschließen Sie den Karton mit Umreifungsband

Um besonders schwere Kartons zu verschließen, wird häufig sogenanntes Umreifungsband eingesetzt. Dabei handelt es sich üblicherweise um einen stabilen Gurt aus weißem oder schwarzem Plastik, der die Stabilität eines Kartons zusätzlich erhöht. Häufig eingesetzt wird dieses Verpackungsmittel beim Versand von Ersatzteilen oder schwerer Elektronik. Das Umreifungsband ist auch für das Lager außerordentlich praktisch, da hiermit auch flache Kartons zusammengehalten werden können, sodass diese besser verstaut werden können.

Umreifungsband kann aus verschiedenen Materialien gefertigt werden. Die häufigsten sind dabei Metall, Polypropylen, Polyester, Nylon und sogar Papier. Wenn Sie einen Karton damit verschließen möchten, sollten Sie sich für die passende Variante entscheiden und entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse auswählen. In manchen Fällen sind Bänder aus Stahl einfach zu viel des Guten, während Papier jedoch nicht ausreichend Stabilität bietet. Außerdem sollten Sie bei dieser Methode darauf achten, dass Sie die Umreifungsbänder genau ausreichend eng am Karton anbringen. Ist das Band zu locker, wird hier keine Sicherheit erzeugt. Ein zu enger Gurt am Paket hingegen könnte im schlimmsten Fall die Ware beschädigen.

Verschließen Sie einen Karton mit Frontklappe

Kartons mit Frontklappe benötigen nicht zwangsläufig Klebeband, um gut verschlossen zu werden. Es handelt sich dabei um Kartons, die strategisch für den Onlinehandel designt worden. Nach dem Falten können Sie mit Hilfe der Frontklappe so verschlossen werden, dass sie stabil bleiben. Gleichzeitig sehen diese Boxen sehr stylisch und ansprechend auf. Wenn der Kunde die Klappe öffnet, werden die Produkte im Inneren optimal zur Schau gestellt. Gerade hochwertige Artikel können mit diesem Produkt verpackt werden, um für ein erinnerungswürdiges Erlebnis beim Auspacken zu sorgen.

Indem Sie auf das Paketband nicht verzichten, entsteht hier eine noch sicherere Versandverpackung. Immerhin geht ein solcher Karton auf dem Versandweg durch viele Hände und Sie sollten sicherstellen, dass die Produkte im Inneren sicher bleiben. Sie können hier auch ein zusätzliches Label für den Verschluss anbringen, um damit die Wertigkeit Ihrer Versandverpackung zusätzlich zu steigern.

Kein Paketband zur Hand?

Es dürfte wohl kein Zweifel daran bestehen, dass Paketband das optimale Material ist, um Karton korrekt und zuverlässig zu verschließen. Was aber, wenn einmal kein solches Klebeband zur Hand ist? In einem Lager oder am Packtisch gibt es in der Regel viele Materialien, die beim einen oder anderen Vorgang zum Einsatz kommen. Indem Sie sich ein Beispiel an MacGyver nehmen und gekonnt mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln improvisieren, gelingt es Ihnen garantiert, jeden Karton zuverlässig zu verschließen. Nur für den professionellen Versand können wir Ihnen nicht dazu raten, hier verschiedene Produkte ihres Zweckes zu entfremden. Im Lager allerdings oder wenn es einmal schnell gehen muss, spricht nichts dagegen.

Karton ineinandergreifend verschließen

Diese Methode eignet sich nur für solche Kartons, bei denen an jeder Seite oben eine Lasche vorhanden ist. Dabei ist der Verschluss-Prozess sehr einfach und bedarf weder viel Fingerspitzengefühl noch zusätzliche Hilfsmittel. Zunächst sollten Sie die Laschen von zwei nebeneinander befindlichen Seiten nach Innen. Daraufhin folgt die Seite, die an die oben aufliegende Lasche angrenzt. Der letzte Schritt gestaltet sich nun als etwas schwierig. Achten Sie darauf, dass diese Lasche nun ebenfalls auf der einen Seite oberhalb einer anderen Lasche und auf der anderen Seite darunter abschließt. Dafür müssen Sie meist etwas herumprobieren. Achten Sie darauf, nicht zu viel Druck auf die Pappe auszuüben, damit nichts reißt. Ist es Ihnen jedoch gelungen, verkeilen sich die Kartonlaschen ganz automatisch miteinander und der Karton ist verschlossen – ganz ohne den Einsatz von Klebeband. Diese Methode sollten Sie jedoch nur für kurze Transportwege nutzen oder wenn Sie den Karton tragen. Das Paket ist dabei nicht sicher verschlossen und gerade Artikel mit höherem Gewicht lassen sich so nicht gut verpacken.

Karton mit Heißkleber verschließen

Auch Heißkleber ist ein spannendes Mittel, um Kartons zu verschließen, wenn gerade kein Klebeband zur Hand ist. Sie müssen damit nur auf einem der Deckellaschen eine Spur Kleber anbringen, sodass Sie den Deckel sicher verkleben können. Da Sie mit einem brennbaren Material hantieren, sollten Sie eine regelbare Heißklebepistole nutzen und die Temperatur möglichst gering auswählen.

Karton mit einem Tacker verschließen

Tacker finden sich in jedem Büro. Hätten Sie gewusst, dass Sie damit aber auch Kartons verschließen können? Vorweg sei angemerkt, dass sich nicht jeder Karton für diese Methode eignet. Aber einwellige Faltkartons sind dünn genug, damit der Tacker hier zwei Schichten aneinanderheften kann. Tackern Sie daraufhin ganz einfach den Deckel zusammen, bis ausreichend Stabilität für das gewünschte Vorhaben entsteht.

So verschließen Sie einen Versandkarton in 4 einfachen Schritten

Im Versand geht es selbstverständlich nicht darum, auf Notfalllösungen zurückzugreifen oder einen provisorischen Verschluss zu erstellen. Jeder Versandkarton, der bei Ihren Kunden ankommt, repräsentiert Ihre Firma und Ihre Marke. Ein guter Eindruck ist hier erfolgsentscheidend, denn er bestimmt darüber, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Kunde einen weiteren Einkauf bei Ihnen tätigt. Im Folgenden haben wir daher eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie ergänzt, damit Sie Ihre Pakete optimal verpacken können.

Schritt 1: Achten Sie auf die Qualität Ihrer Materialien

Wenn Sie einen Karton für den Versand nutzen, so ist es Ihr oberstes Ziel, den Inhalt dieses Kartons für den Versandweg zu sichern. Egal, mit welchem Versanddienstleister Sie arbeiten, Sie benötigen in jedem Fall eine Versandverpackung um dadurch Schmutz und Feuchtigkeit abzuhalten sowie Stürze und Stöße abzufedern. Nur so kommt Ihre Ware unversehrt bei Ihren Kunden an.

Die meisten Kartons werden flach verkauft und werden mit einem Gurt zusammengehalten. Sie müssen dann bei Ihnen im Lager oder an der Packstation zusammengefaltet werden, um die bekannte und gewünschte Form zu erhalten. Bei Kartons gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, die sich im Versand schnell bemerkbar machen. Ein zu dünner oder schlecht verarbeiteter Karton überlebt nur selten den Versandweg und erreicht den Kunden mit einer Hand voll Löchern und weiteren Beschädigungen. Sorgen Sie daher dafür, Kartons anzuschaffen, die Ihrem Vorhaben gerecht werden.

Auch beim Paketband sollten Sie auf Qualität achten. Das Klebeband kommt sowohl in der braunen Standardausführung daher, als auch mit individuellem Aufdruck oder vollkommen klar. Informieren Sie sich über das verwendete Klebemittel, sodass Sie sich am Ende für ein Produkt entscheiden, das unter den bei Ihnen vorherrschenden Klimabedingungen ideal klebt.

Schritt 2: Verschließen Sie den Karton nicht ohne Paketband

Auch wenn wir Ihnen mit dem Verkeilen der Verschlusslaschen Ihres Kartons eine Technik gezeigt haben, mit der sich das Paketband einsparen ließe, ist diese Methode für den Versand doch absolut ungeeignet. Das Fassungsvermögen des Kartons wird durch das Falten reduziert. Gleichzeitig ist der Verschluss relativ schwach. Besonders schwere Artikel könnten einfach herausfallen, wenn der Karton einmal auf dem Kopf steht. Auch die Handhabung für den Paketboten ist äußerst schwierig. Ein falscher Handgriff und schon ist der Karton auf und das Innere absolut ungeschützt. Achten Sie deshalb darauf, den Karton wirklich zu versiegeln und hier kein Material einzusparen.

Schritt 3: Nutzen Sie die H-Form-Methode

Wenn Sie den Karton verschließen, sollten Sie die von uns zuvor bereits vorgestellte H-Methode verwenden. Indem Sie nicht nur Klebeband in einer Bahn anbringen, um zwei Laschen zu befestigen, sondern ebenfalls die Seiten zukleben, erreichen Sie ein Maximum an Stärke und Stabilität. Ein auf diesem Weg versiegeltes Paket ist optimal auf den Transport vorbereitet.

Schritt 4: Verwenden Sie Füllmaterialien

Ein wichtiger Teil des Verpackungsprozesses ist die Verwendung von Füllmaterialien. Diese sind dafür gedacht, mögliche Hohlräume im Inneren des Pakets auszufüllen. Bekannte Polstermittel sind hier zum Beispiel Luftpolsterfolie, Schrenzpapier oder Verpackungschips. Sie alle fungieren bei richtiger Anwendung nicht nur als Schutzschicht, sondern außerdem als eine Art Puffer, indem Sie Stöße abfedern. Sie schützen dadurch die Ware auf dem Versandweg. Gleichzeitig hindern Sie die Produkte im Inneren des Kartons daran, sich ungeschützt hin und her zu bewegen und dabei versehentlich gegeneinander oder gegen die Außenwand des Kartons zu stoßen.

Indem Sie diesen vier Schritten folgen, können Sie Ihre Versandkartons optimal verpacken.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag ein paar praktische Ideen für Logistik und Versand mit an die Hand geben konnten. Sollten Sie noch Fragen zu den Themen Paketband oder Versandkarton haben, nutzen Sie dafür einfach unsere Kontaktmöglichkeiten und wir helfen Ihnen weiter.

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